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Schnellere Produktreleases – So erreichst du häufiger regelmäßigen Output

von | Jul 15, 2021 | Agilität | 0 Kommentare

Es ist wohl ein Ziel, das sich viele Menschen teilen: Ich möchte schneller und somit häufiger Produkte rausbringen. Gleichzeitig möchte ich aber auch, dass sich das Produkt mit jedem Release verbessert. Man kann nicht alles haben? Naja, ein bisschen schon.

Wir zeigen dir heute eine Möglichkeit, wie du deine Produkte sehr wohl – stets verbessert – an den Mann und die Frau bringst.

 

Mehr Releases bringen mehr Feedback

Man könnte natürlich auch meinen, viele Produktreleases wären gar nicht notwendig und in der Ruhe liege die Kraft, doch tatsächlich bergen mehr Releases auch einen großen Mehrwert. Und zwar das Feedback, das man durch sie erhält und das somit eine Verbesserung des Produktes zur Folge hat. Dies ist eine völlig selbstverständliche Vorgehensweise aus dem Bereich der Agilität. Mehr Releases führen zu mehr Feedback führt zu mehr Optimierung führt früher zu einem besseren Produkt.

 

Kunden wünschen sich Produkte, die auf dem neusten Stand sind

Ein weiterer entscheidender Grund dafür, wieso du dein Produkt regelmäßig updaten sollst: Die Kundenanforderungen. Deine Kund:innen wünschen sich Produkte, die stets am neusten Stand sind. Ein gutes Beispiel dafür ist Tesla: Ein großes Argument aller Tesla-Liebhaber:innen sind die Updates des Automobilherstellers. Denn Tesla bekommt regelmäßig – fast alle zwei bis drei Tage – Updates, wie durch Zauberei und verbessert sich dadurch. So kann dein Auto über Nacht schon einmal plötzlich ein paar PS zulegen. Wir gewöhnen uns immer mehr daran, dass unsere Produkte stets auf dem neuesten Stand sind. Daher erwarten wir es auch vom Markt.

 

Die agile Art und Weise

In der Agilität setzen Anwenderinnen und Anwender auf sogenannte Sprints, beziehungsweise Iterationen. Also zuvor festgelegte Zeitfenster (zwischen einer Woche und einem Monat) in dem stets ein neues Inkrement entsteht. Ein Inkrement ist im Grunde jedes Mal eine neue Version des Produktes. Es beinhaltet also ein oder mehrere neue Features oder Fehlerbehebungen. Die Entwickler:innen erhalten also für einen Sprint gewisse Features, auch genannt User Storys, die das Produkt erhalten soll. Nach spätestens vier Wochen entsteht so ein neues Produkt, dass besser ist als das alte.

Wichtig dabei ist, dass es jedes Mal releasefähig ist. Dafür muss es aber noch lange nicht perfekt sein. Daher ist in der agilen Welt oft die Rede von MVPs, also minimal viable product. Das Produkt muss also „gut genug“ sein. Innerhalb eines Sprints wird dieses Produkt auch schon getestet. Es kann also tatsächlich bereits veröffentlicht werden oder an eine Test-Öffentlichkeit gehen. So erhalten die Entwickler:innen Feedback und haben die Möglichkeit darauf und auf neue Markt-Anforderungen einzugehen. Das Produkt wird also Schritt für Schritt weiterentwickelt und nicht wie in herkömmlichen Prozessen einmal über einen längeren Zeitraum hinweg entwickelt und einmalig released. Dabei besteht nämlich die Gefahr, dass sich die Anforderungen während des Entwicklungsprozesses bereits stark verändert haben.

Veranschaulichung Agiler Prozess

Sind schnellere Produktreleases fehleranfälliger?

Wie erwähnt arbeiten agile Anwender:innen bei ihrem Vorgehen nicht mit „perfekten“ Produkten, sondern vielmehr mit MVPs. Nach jedem Sprint ist das Produkt, oder die Software, aber auch die Dienstleistung um ein Stückchen besser geworden. Dann wird nicht nur das Produkt getestet, sondern auch der Arbeitsprozess des vergangenen Sprints evaluiert. Wie war die Teamarbeit? Wie hat sich das Produkt weiterentwickelt? Was lässt sich beim nächsten Mal besser machen?

So verbessert sich nicht nur das Produkt, sondern auch die Arbeit daran und das Miteinander im Team. Durch die regelmäßigen Feedbackschleifen und die häufigeren Kontrollen werden mit hoher Wahrscheinlichkeit mehr Fehler gefunden. Das bedeutet aber keineswegs, dass das Produkt auf diese Weise fehleranfälliger ist. Es wird nur einfacher, diese Fehler zu finden. Und das ist im agilen Arbeiten auch gewünscht, denn nur so kann das Produkt nach und nach besser und weiterentwickelt werden.

 

Schnellere Produktreleases: Die Vorteile von erhöhtem Output

Der erhöhte Output und das regelmäßige Releasen von Updates, beziehungsweise von neuen verbesserten Produkten zieht auch einige Vorteile mit sich, die nicht zu verachten sind.

 

  • Kundenzufriedenheit
  • Bereitschaft mehr zu bezahlen
  • First-Mover-Prinzip (= Treue Kund:innen)

 

Kundenzufriedenheit

Wenn Kund:innen spätestens alle vier Wochen ein verbessertes oder gar neues Produkt erhalten oder erwerben können, werden sie auf lange Sicht zufriedener sein, da sie sich weniger mit Bugs oder anderen kleinen Fehlern auseinandersetzen müssen. Besonders wenn ein Fehler behoben wird, auf den sie aufmerksam gemacht haben steigt die Zufriedenheit selbstverständlich enorm.

 

Bereitschaft zu zahlen

Wer damit rechnen kann, regelmäßig Verbesserungen an seinem Produkt zu erhalten, ist auch bereit für diese zu bezahlen. Besonders die Regelmäßigkeit und die Verlässlichkeit dieser Optimierungen tragen dazu bei, dass Kund:innen gerne mehr dafür zahlen.

 

First-Mover-Prinzip

Das First-Mover-Prinzip kennt man beispielsweise von Apple. Hierbei geht es darum, dass Unternehmen die ersten sind, also die First Mover, die eine Innovation auf den Markt bringen. Egal ob es sich hier um physische Produkte oder Dienstleistungen handelt. Diese innovativen Ideen verschaffen den Unternehmen meist einen erheblichen Wettbewerbsvorteil mit dem sie sich von ihrer Konkurrenz unterscheiden können. Diese innovativen First-Mover Produkte und Dienstleistungen entstehen viel eher durch die ständige Weiterentwicklung und Erfahrung, die der agile Prozess ermöglicht.

 

Fazit: Schnellere Produktreleases

Es dürfte klar sein, dass Schnelligkeit nie der wichtigste Faktor sein sollte, auf den man hinarbeitet. Davor ist es ratsamer, mehr Wert auf Qualität und Effizienz zu legen. Sich nur für agiles Arbeiten zu entscheiden, um letztlich schneller zu arbeiten wird also nicht empfohlen. Diese Entscheidung sollte vielmehr auf dem Wunsch nach mehr Effizienz und Flexibilität basieren.

Doch verständlicherweise ist auch das Tempo entscheidend für den Erfolg eines Produktes oder einer Dienstleistung. Dieses erhöhen wir, ganz nach dem agile Mindset Schritt für Schritt – oder Sprint für Sprint. Durch die Arbeit mit minimal viable products und der agilen Denkweise fällt auch der Anspruch des Teams weg, das Produkt müsse nach jedem Sprint perfekt sein. Vielmehr hofft man auf Fehler, die bemerkt und dadurch verbessert werden können.

Die Arbeit und die Art zu Arbeiten verändern sich also von Grund auf. Doch genau das ist notwendig, um die gewünschten Verbesserungen und positiven Entwicklungen zu erzielen.

 

Mehr zu agilem Arbeiten auf YouTube

Agiles Arbeiten und seine vielen Vorteile hat noch viel mehr zu bieten, als „nur“ schnellere Produktreleases. Auf dem Agile Heroes YouTube Kanal findest du noch viel mehr agilen Content. So baust du dir Schritt für Schritt dein agiles Wissen auf. Außerdem warten auf dem Kanal spannende Interviews und Webinar-Aufzeichnungen auf dich. Also nichts wie los!

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