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10 Regeln für die Implementierung von OKR!

von | Apr 26, 2021 | OKR | 0 Kommentare

Wenn die Entscheidung einer Implementierung von OKR gefallen ist, stellt man sich natürlich fortlaufend die Frage: Wie und wo fangen wir an? Dies deckt weitere Fragen und Unklarheiten auf. Welche Implementierungsstrategie sollen wir fahren bzw. welche eignet sich am besten für das, was wir als Unternehmen mitbringen? In welchem Umfang sollen wie OKR einführen? Sollen wir uns externe Unterstützung für die Einführung des Managementsystems holen? All das sind natürlich berechtigte Fragen, die es vor einer Einführung zu überdenken und final abzuwägen gilt. In diesem letzten Kapitel widmen wir und demnach Aspekten, auf die es bei einer finalen Einführung von OKR zu achten gilt, und schauen uns an wie eine gelungene Einführung von OKR aussehen könnte.

OKR Implementierung

Selbstverständlich existieren an dieser Stelle unzählige Einflussfaktoren, wel- che es hinsichtlich des Anliegens einer Einführung zu berücksichtigen gilt. Bevor wir uns jedoch mit mehreren Einflussfaktoren beschäftigten, oder gedanklich schauen wie ein geeignetes Pilotprojekt aussehen könnte bzw. was es hier für Möglichkeiten gibt, soll eingangs der wohl prägendste Einflussfaktor ge- sondert betrachtet werden: die Grundpfeiler eines jeden Unternehmens. Hierunter fallen insbesondere Unternehmenskultur, Entscheidungswege sowie das entsprechende Mindset der einzelnen Mitarbeiter und deren Bindung zum Unternehmen. Doch was genau ist hiermit gemeint? Wie zu Beginn dieses Buches ausführlich dargestellt hebt sich OKR als Managementmethode, die insbesondere in der heutigen Zeit agiler und digitaler Transformationen vermehrt Ver- wendung findet, deutlich ab. Zusammengefasst sind es Aspekte wie jene

Zieltransformation statt einer klassischen Zielkaskadierung, die mit der Methode einhergehende Transparenz, der deutlich erhöhte Stellenwert der Unternehmensvision als auch das damit einhergehende Mindset, die final in eine deutlich stärkere und flächendeckendere Einbindung der Mitarbeiter münden. Die Ausgangslage eines Unternehmens beeinflusst die Schwierigkeit und Komplexität sowie den damit verbundenen Aufwand einer Einführung von OKR.

Was muss man bei der Implementierung von OKR beachten?

Ähnlich wie auch bei anderen Frameworks, die aufgrund kürzerer Sprints, der damit verbundenen schnelleren Reaktion auf Marktgeschehnisse sowie einem meist stärker projektbasierten Ansatz insgesamt noch eindeutiger als „agile Exemplare“ betitelt werden können, weist ein großer, stark konservativ und hierarchisch strukturierter, Konzern ganz andere Voraussetzungen für eine sol- che Implementierung auf, wie beispielsweise ein Start-up.

Auch wenn sich mit Sicherheit in einer Vielzahl von Implementierungen feststellen lässt, dass zuerst angesprochene Unternehmen aufgrund jener strukturellen Gegebenheiten größere Hürden zu überwinden haben, so lassen sich Fragen nach Erfolg, Komplexität oder einem zeitlichen Rahmen aus unserer Sicht keineswegs derart pauschal beantworten. Selbstverständlich korreliert die Komplexität, und somit auch die Anforderungen einer Implementierung, mit Faktoren wie der Unternehmensgröße (bzw. der Größe der involvierten Personen) als auch in den meisten Fällen dem Gründungsjahr eines Unternehmens und den damit einhergehenden Mustern.

Jedoch konnten wir die Erfahrung machen, dass es sowohl größere Unternehmen waren, die eine gewisse Bereitschaft für zukunftsorientierte Zielsetzungsmethodik mitbrachten und somit antizipierte Problematiken zu verringern wussten, als kleine Unternehmen des Mittel- stands oder gar Start-ups, welche anfangs durchaus begeistert waren und sich offen zeigten, folglich jedoch Probleme in der Umsetzung auswiesen, was oftmals auf ein erfolgsversprechendes Zusammenspiel mit weiteren praktizierten Methoden sowie agilen Frameworks zurückzuführen war.

Es ist festzuhalten, dass die Charakteristika des Unternehmens, sowie dessen Anpassungsfähigkeit, die wohl wichtigsten Merkmale einer erfolgreichen Implementierung darstellen, und bei einem finalen Entschluss zur Umsetzung zwingend zu berücksichtigen sind. Letztendlich ist es wahrscheinlich immer möglich Mitarbeiter in den visionsorientierten Zielsetzungsprozess mit einzubinden und sich auf diese Weise zukunftsorientiert aufzustellen.

Die vorhande- nen Gegebenheiten bestimmen jedoch die anfängliche Flughöhe der Imple- mentierung sowie entsprechend zu treffende Maßnahmen und erste Schritte. So sind in konservativ hierarchisch geprägten Umfeldern, deren Strukturen mit agilen Umsetzungsvorhaben meist relativ wenige Überschneidungen vorweisen, insbesondere Wissenstransfer und Change-Management von Nöten, um OKR schrittweise zu implementieren. In Startups hingegen haben wir die Erfahrung machen können, dass die Integration in bereits praktizierende Frameworks, sowie die Ausgestaltung eines individuell angepassten Portfolios, die wohl größten Herausforderungen mit sich bringt.

Es existieren somit komplett verschiedene Handlungsanforderungen, um einem Unternehmen mit OKR langfristig den größtmöglichen Nutzen stiften zu können. Für Unternehmen, deren Strukturen allgemein weit entfernt sind von agilen Herangehensweisen, sowie eine strikte Zielkaskadierung der alten Schule führen, lassen sich als praxisnahe erste Handlungsempfehlungen insbesondere Workshops und Seminare in der breiten Masse, sowie gegebenenfalls Einzelcoachings auf höheren Unternehmensebenen empfehlen, um sowohl Einstellung und Mindset als auch Wissenstransfer vordergründig zu priorisieren.

10 Regeln für die OKR Implementierung

In Unternehmen, welche bereits mit agilen Herangehensweisen und einer starken Mitarbeitereinbindung vertraut sind, spielen genannte Aspekte eher eine untergeordnete Rolle und sind verhältnismäßig ohne größeren Aufwand zu bewältigen. Hier stehen eine sinngemäße Integration sowie das Zusammenspiel oftmals anderer agiler Methoden im Vordergrund. So haben wir beispielsweise oftmals die Erfahrung gemacht, dass Unternehmen, welche mit SCRUM arbeiten, einfache Anpassungen vornehmen, um OKR für deren Zielsetzung ebenfalls erfolgsversprechend zu integrieren. Beispielhaft wäre hier die Verlängerung des Dailys zu nennen, wobei es sich um ein alltägliches Synchronisations-Meeting innerhalb des SCRUM Framewoks handelt.

Jene Verlängerung wird genutzt, um auftretende Unklarheiten zu klären sowie sämtliche Hindernisse aus dem Weg zu räumen und einen möglichst erfolgreichen und reibungsfreien Ablauf zu gewährleis- ten. Dies sind nur simple Beispiele, jedoch dienen sie der Veranschaulichung und zeigen, dass die Ausgangslage in Bezug auf eine Implementierung von OKR vielerlei Aspekte mit sich bringt, die berücksichtigt werden sollten.

In diesem Abschnitt wollen wir dir 10 einfache Regeln mit auf den Weg geben, die es bei einer Einführung von OKR nach unserem Ermessen zu beachten gilt. Hierbei handelt es sich keineswegs um Allerheilmittel oder gar Bausteine einer perfekten Anleitung, jedoch können diese kleinen Weisheiten bei Einbezug und Beachtung aller Beteiligten manchmal Wunder bewirken, und den ein oder anderen Fehler im Laufe des Prozesses vermeiden.

Regel 1: Loslegen!

Natürlich besteht der Idealfall aus einer reibungsfreien unternehmensweiten Implementierung, die ohne größere Problematiken ins Rollen kommt. Ein rei- bungsfreier Ablauf ist jedoch relativ unrealistisch und eine unternehmens- weite Implementierung kann enorm viel Zeit in Anspruch nehmen. Nutzt also gezielt Pilotprojekte als Alternative, um das Vorhaben voranzutreiben & legt los! Learning by doing!

Regel 2: Eine starke Vision sorgt für einen soliden Einstieg

Manchmal gilt es sich von unternehmensbasierten Kennzahlen zu trennen und zu schauen, was man wirklich erreichen will, wonach man strebt. OKR basiert auf einer gut ausformulierten Vision, welche unter Umständen ein Produkt er- halten kann, wirtschaftliche Kenngrößen jedoch außen vorlässt. Neben dem Unternehmenszweck sollte eine starke Vision das Unternehmen antreiben und die Unternehmensziele bei allen Beteiligten Mitarbeitern fest verankert sein.

Regel 3: OKR – Ein Führungsthema

Oftmals verlieren sich viele Unternehmen im Versuch der praktischen Umset- zung in speziellen Herangehensweisen, Expertenwissen und unzähligen Werk- zeugen. Langfristig ist der Erfolg von OKR jedoch an eine Verknüpfung mit dem Alltag der Führungskräfte versehen. OKR ist ein Führungsthema, dass Mitarbei- ter zwar stark integriert, jedoch langfristig innerhalb des ganzen Unterneh- mens gelebt werden muss. Führungskräfte müssen im Zuge dessen lernen, wie sie ihre Rolle als Coach wahrzunehmen haben; eine komplett neue Herausforderung!

Regel 4: Mindset

Wie auch bei anderen Managementmethoden ist das Mindset einer der ent- scheidenden Treiber des Erfolgs. Das Mindset des Unternehmens, des Mana- gements und der Mitarbeiter muss stimmen, um langfristig vorgenommene Ziele zu erreichen. Der beste Ansatz, die zukunftsorientierteste Umstrukturie- rung innerhalb des Zielsetzungsprozesses nutzt nichts, wenn nicht alle betei- ligten voll und ganz dahinterstehen. Hierbei stehen im Fall von OKR insbeson- dere Transparenz, Offenheit, Akzeptanz einer Fehlerkultur, Empathie, Optimis- mus und eigenverantwortliches Handeln im Vordergrund.

Regel 5: Konzentration auf wenige Ziele

Oftmals ist das Scheitern von OKR-Einführungen damit zu begründen, dass zu viele Ziele festgelegt werden. Dies kann unterschiedlichste Gründe haben und vom Sicherheitsdenken von Führungskräften und Managern bis hin zu einen unklaren strategischen Ausrichtung variieren. OKR benötigt jedoch Mut. Mut zur Formulierung einiger weniger Ziele, die das Unternehmen wirklich braucht.

Regel 6: OKR – Eine Frage der richtigen Formulierung

Ferner übergeordneter Ziele steckt im praktischen Arbeiten mit den beiden Bestandteilen der Fokus auf der richtigen Formulierung. Dies ist ein entscheidender Faktor, wenn es um den Erfolg von OKR geht. Hierbei ist lediglich auf die von uns ausgearbeitete Checkliste aus vorherigen Kapiteln dieses Buches zu verweisen. Diese stellen in komprimierter Form die wichtigsten Punkte sinn- voller und erfolgsversprechender Ausarbeitung von Objectives und Key Re- sults wieder.

Regel 7: Stressreduktion

Auch wenn OKR darauf ausgerichtet ist die Produktivität hinsichtlich priorisierter Fokusthemen zu erhöhen, soll langfristig eine Stressreduktion erreicht werden. Gerade bei der Einführung der Methodik bedeutet dies natürlich für das gesamte Team bzw. das gesamte Unternehmen zusätzliche Arbeit, und somit Stress. Jedoch ist fortlaufend darauf zu achten sowie sicherzustellen, dass die Verfolgung einiger ausgewählter zielführender Projekte im Auge behalten werden soll, um Stress bestmöglich zu reduzieren und nicht an unzähligen Baustellen gleichzeitig zu arbeiten.

Regel 8: Die digitale Heimat

Es wäre falsch zu sagen, dass spezielle Werkzeuge notwendig sind, um OKR er- folgsversprechend umsetzten zu können. Lediglich den Aspekt der digitalen Heimat gilt es zu fokussieren und sorgfältig zu integrieren. Im Falle von OKR gibt es nahezu endlose Möglichkeiten das Vorhaben sinnvoll zu organisieren. So ist jedoch von einfachen To-Do Listen oder Ähnlichem abzuraten, und es sollte eine allgemein verfügbare digitale Heimat eingerichtet werden, um Komplexität zu reduzieren und maximale Transparenz zu gewährleisten. Hier muss man sich ein bisschen rantasten und ausprobieren, langfristig handelt es sich bei dem richtigen Tool ja um eine Verbesserung des Prozesses. Beispielhaft können an dieser Stelle JIRA, Trello oder Notion als geeignete Tools genannt werden, die sicherlich eine präzisere Recherche wert sind.

Regel 9: Tagesgeschäft gehört auch dazu

Es ist dringlichst zu empfehlen sowie an dieser Stelle erneut zu betonen, sowohl strategische Vorhaben als das operative Tagesgeschäft in den OKR-Prozess zu implementieren. Dies sorgt dafür, dass wichtige To-Dos nicht vergessen werden. Ressourcen lassen sich am ehesten planen, wenn ersichtlich ist, welche Ergebnisse zur Zielerreichung bis wann zu erwarten sind. Somit ist eine sinnvolle Integration des Tagesgeschäfts innerhalb von OKR sowohl zu Beginn ein Muss, als auch fortlaufend eine Möglichkeit zur Optimierung des Prozesses.

Regel 10: Kurs halten!

Aus eigener Erfahrung können wir nur sagen: sich entmutigen zu lassen, ist keine Option. Insbesondere zu Beginn einer Implementierung von OKR laufen immer wieder Sachen falsch, man steht vor scheinbar unlösbaren Problemen und ist frustriert. Man muss sich jedoch vor Augen halten, dass es sich hierbei nicht um die Umdekorierung des Pausenraumes handelt. All dies ist bei einer derartigen Veränderung, sowohl der Unternehmenssteuerung als auch der Zielsetzung, absehbar und gehört zum Veränderungsprozess. Dieser stellt alle Beteiligten hier und da vor Probleme, bei denen man sich nicht sicher ist, wie diese handzuhaben sind. Doch irgendwann macht es klickt, und es läuft! Was meinen wir damit? Insbesondere das Formulieren von Objectives und Key Results wird anfangs oftmals falsch gemacht und braucht eine gewisse Zeit, um ins Rollen zu kommen. Genauso ist es mit der Pflege der digitalen Heimat als auch dem allgemeinen Verständnis der Methodik. Doch all dies sind Dinge, die sich stetig verbessern, wenn Ihnen genügend Priorität geschenkt wird und alle Beteiligten an einem Strang ziehen!

Zusammenfassung: OKR Implementierung

Die Implementierung von OKR ist sicherleich kein Hexenwerk, kann aber auch ebenso schnell in die Hose gehen. Mit diesen 10 Regeln, die wir dir oben ausführlich erläutert haben, kannst du die Implementierung auf die richtige Spur bringen. Wenn du mehr zu OKR erfahren möchtest, dann schau dir gerne unser Video zum Thema an. Oder besuche unseren neuen OKR Onlinekurs!

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