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Leadership 4.0 – Führung im digitalen Zeitalter

von | Aug 19, 2021 | Agilität | 0 Kommentare

Die derzeitige Situation führt zum Umbruch einiger Strukturen, viele Unternehmen mussten schnellstmöglich auf Homeoffice umstellen, damit der Betrieb am Laufen gehalten werden kann. Dadurch wurde man vor neue Herausforderungen gestellt, besonders in den Führungsebenen sieht man sich mit außergewöhnlichen Anforderungen konfrontiert. In diesem Zusammenhang fällt immer wieder der Begriff Leadership 4.0.

 

Was bedeutet Leadership 4.0?

In einer global vernetzten und sich ständig wandelnden Wirtschaft gewinnt das Thema Führung eine neue Bedeutung. Leadership 4.0 ist ein wissenschaftliches Konzept, das sich mit den Aufgaben für die Führung im digitalen Zeitalter auseinandersetzt. Hierbei sollen Mitarbeiter, Kunden und Nutzer in die digitalen Strukturen einbezogen werden, um somit eine stärkere Vernetzung und Flexibilität zu ermöglichen. Letztendlich soll mit der an die Situation angepassten Führung ein langfristiger Erfolg des Unternehmens sichergestellt werden. Die Umsetzung sieht in der Realität leider etwas anders aus, denn die meisten Unternehmen haben mit den vielen Herausforderungen, die das digitale Zeitalter mit sich bringt, zu kämpfen.

 

Mit welchen Herausforderungen wird man im Homeoffice konfrontiert?

Wenn die Mitarbeiter ins Homeoffice verlagert werden, muss zwangsläufig auch die nötige Ausstattung und IT-Infrastruktur vorhanden sein. Wie soll der Mitarbeiter produktiv arbeiten, wenn ständig die Internetverbindung abbricht oder die notwendigen Arbeitsmaterialien fehlen? Weiterhin wird die Mitarbeiterkontrolle erschwert, es ist nicht mehr so einfach zu überprüfen, wer seiner Arbeit in welchem Umfang nachgeht.  Generell besteht in diesem Zusammenhang auch ein erhöhter Organisationsaufwand. Viele Informationen, die früher kurz im Vorbeigehen besprochen wurden, müssen nun per Telefon oder E-Mail kommuniziert werden.  Die Absprachen gestalten sich schwierig und es kann verstärkt zu Fehlern und Missverständnissen kommen. Letztendlich kann sich dies negativ auf das Gemeinschaftsgefühl und damit auch auf die Zusammenarbeit auswirken. Somit steht die gesamte Belegschaft und vor allem auch die Führungskräfte vor vielen neuen Herausforderungen, die es zu meistern gilt. Dennoch bringt die Digitalisierung auch enorme Vorteile.

 

Welche Vorteile bietet die Arbeit im Homeoffice?

Die Digitalisierung ist eine Reaktion auf die Veränderung in der Arbeitswelt und wer sich dieser verweigern würde, wäre langfristig nicht wettbewerbsfähig. Die digitale Transformation eines Unternehmens ermöglicht viele Innovationen, dadurch ist man im besten Fall der Konkurrenz einen Schritt voraus und kann seine Marktposition weiter ausbauen. Studien belegen, dass Mitarbeiter im Homeoffice ihre Produktivität steigern können, sofern die Voraussetzungen wie Infrastruktur etc. stimmen. Weiterhin ist die Vereinbarkeit von Familie und Beruf deutlich spürbar, da vor allem lange Anreisen zum Arbeitsplatz wegfallen. Der Begriff Work-Life-Balance ist nicht nur eine Floskel, sondern wird Realität. Der dadurch wegfallende Arbeitsweg spart außerdem Kosten und letztendlich freut sich auch die Umwelt, wenn weniger Menschen im Straßenverkehr unterwegs sind. Durch das Homeoffice bietet der Arbeitgeber einen zusätzlichen Anreiz, der sich auch bei der Suche nach neuen Mitarbeitern positiv auswirken kann. Da man nicht mehr ortsgebunden ist, kann man weltweit nach neuen Angestellten suchen. Zusammenfassend hat man mehr Freizeit und mehr Freiheiten, somit ist für viele Menschen das Homeoffice nicht mehr wegzudenken und gilt als das Nonplusultra des modernen Arbeitens. Dennoch stellt sich die Frage, wie sich das Ganze reibungslos im eigenen Unternehmen umsetzen lässt?

 

Welche Eigenschaften benötigt man für das Leadership 4.0?

Die Herausforderungen der Digitalisierung sind für Führungskräfte nicht nur auf das Technologische beschränkt, sondern beinhalten auch den Umgang mit sozialen und psychologischen Veränderungen. Das Führungsverhalten muss sich maßgeblich weiterentwickeln. Ausgehend von der Unternehmensleitung muss die Entscheidung zum Leadership 4.0 bewusst bejaht werden. Ohne die Bereitschaft, sich auf dieses neue Konzept einzulassen, ist das gesamte Vorhaben zum Scheitern verurteilt.

 

Der Digital-Leader führt das Unternehmen in eine digitale Transformation, daher sollte er über Medienkompetenz verfügen oder zumindest bereit sein, sich umfassend fortbilden zu lassen, um immer up to date zu sein. Hierbei sollte man sich auch bewusst sein, dass in einem Unternehmen verschiedene Generationen versammelt sind, die mehr oder weniger Unterstützung benötigen. Die Führungskraft sollte diese Probleme erkennen und empathisch lösen können. Diese Fähigkeit spielt im Leadership 4.0 generell eine tragende Rolle, Status und Macht treten in den Hintergrund. In einer vernetzten Unternehmenskultur werden die Mitarbeiter stärker eingebunden. Es geht darum, die Intelligenz des Kollektivs zu nutzen und im Team eine Entscheidung zu treffen. Ein guter Digital-Leader bringt seinen Mitarbeitern Vertrauen entgegen, das auf Gegenseitigkeit beruhen sollte. Dieses Loslassen alter Verhaltensmuster erfordert viel Toleranz und Respekt der jeweiligen Führungskraft, aber auch der gesamten Belegschaft.

 

Beim Leadership 4.0 geht es weniger darum, aufwändig zu planen, sondern vielmehr darum, Dinge auszuprobieren und generell zu experimentieren. Dies führt zwangsläufig zu einer höheren Fehlertoleranz und zu mehr Risikobereitschaft. Ein Scheitern wird nicht als Niederlage empfunden, sondern als Chance gesehen, sich weiterzuentwickeln. Den Mitarbeitern sollte der Freiraum gegeben werden, Fehler selbst zu erkennen und diese zu beheben. Um dies ermöglichen zu können, ist es unabdingbar, die Aufgaben klar zu verteilen und die Verantwortungsbereiche zu kennzeichnen, sonst kann das Ganze schnell aus dem Ruder laufen.

 

 

Wie wird man zum Digital-Leader?

In vielen Führungskräften schlummern die Fähigkeiten eines Digital-Leaders, aber niemand wird als Digital-Leader geboren, die Kompetenzen müssen erlernt werden. Die Firma LEAD.MARK (www.leadmark.de) bietet hierfür die optimale Lösung! Im Rahmen verschiedener Trainingsmaßnahmen werden Führungskräfte zu wirksamen Führungspersönlichkeiten weiterentwickelt, um ihr jeweiliges Unternehmen erfolgreich in das digitale Zeitalter führen zu können.

Alexander Markwirt

Alexander Markwirt

Geschäftsführer, LEAD.MARK

Alexander Markwirth ist Geschäftsführer der Unternehmensberatung LEAD.MARK

Bereits mit 21 Jahren trug er die Verantwortung für 30 Mitarbeiter:innen und startete mit 27 als Berater und Coach durch. Gemeinsam mit seinen Kund:innen stellt er sich die Frage „Bin ich eine gute Führungskraft“?

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