Die 6 Praktiken von Kanban!

von | Apr 20, 2021 | Kanban | 0 Kommentare

Kanban fundiert auf sechs spannenden Praktiken, die die Methode einzigartig und so erfolgreich macht. In diesem Artikel stellen wir dir die sechs Praktiken in aller Ausführlichkeit vor, damit du besser verstehen kannst, was die Methode so einzigartig macht.

Die 6 Kanban Praktiken

Wie bereits erwähnt gibt es in Kanban einige Kernpraktiken, die sicherstellen, dass dein Kanban-System funktioniert. Dabei sind die folgenden Praktiken aber keine harten Regeln, die du einhalten musst. Die Kanban-Prinzipien sind eher als Richtlinien oder Handlungsvorschläge zu verstehen. Damit die Einführung von Kanban in deinem Unternehmen zum Erfolg wird, gibt es die folgenden sechs Kernpraktiken:

Mache die Arbeit sichtbar

Kanban verfolgt das Ziel die Arbeit fließen zu lassen, um deinen Kunden die besten Produkte und Services zu liefern. Kanban hilft dir die Arbeit sichtbar zu machen, um dann die Arbeit managen zu können. Durch das Visualisieren der Arbeit kannst du deinen Arbeitsfluss besser nachvollziehen und diesen dann optimieren.

Limitiere den Work in Progress (WiP)

Kanban verfolgt das Motto „Stop starting, start finishing“ – also auf deutsch: Bevor du eine Arbeit anfängst, beende zuerst deine aktuelle Arbeit. Je mehr Arbeit im System ist, desto höher ist die Durchlaufzeit der Arbeiten. Um niedrigere Durchlaufzeiten zu erreichen, musst du zuerst Arbeiten beenden und dann neue beginnen – und nicht umgekehrt. Musst du ständig die Aufgaben wechseln, leidet darunter nicht nur die Geschwindigkeit, in der sie die Arbeiten fertigstellen, sondern meistens auch die Qualität. Und bei zu viel Arbeit im System kommt diese irgendwann auch zum Erliegen.

Dies bringt uns zu einem anderen Punkt. In einem Kanban-System, in dem die Arbeit limitiert wird, wird ein Pull-Prinzip eingeführt anstatt eines Push-Prinzips. Der Unterschied dabei ist das Arbeiten nicht in den nächsten Prozessschritt weitergeben werden, wenn diese fertig sind, sondern die Teammitglieder aus dem nächsten Schritt ziehen sich die Arbeit, wenn diese zur Bearbeitung der Aufgabe Kapazitäten haben.

Manage Flow

Wie bereits erwähnt legt Kanban den Fokus auf die Etablierung eines Arbeitsflusses. Ziel ist es demnach Blockaden, Engpässe usw. zu vermeiden oder schnellst­mög­lich aufzulösen, um die Arbeit wieder fließen zu lassen. Ziel beim Management des Arbeitsflusses ist es ein konstantes System zu haben, in den sie mit ihren Kunden Vereinbarungen treffen können. Dazu müssen wir unser System messen und überprüfen, ob wir Zusagen einhalten können oder nicht. Hierfür müssen wir die Unterschiedlichen Arbeitstypen erkennen, die ein Team abarbeiten muss. Dabei hat nicht jede Arbeit den gleichen Wert; zum Beispiel gibt es Notfälle, in denen man sofort reagieren muss, und Standardarbeiten, die man nacheinander abarbeiten kann. Deshalb werden in Kanban Service-Klassen verwendet.

Hat man die Arbeitstypen und verschiedene Service-Klassen definiert, kann man sogenannte Service Level Agreements einführen. Innerhalb dieser Vereinbarung gibt das Team ein Lieferdatum an, wann es die Arbeit fertigstellen wird. Um dies umzusetzen werden in Kanban mehrere Meetings durchgeführt, um sich zu organisieren und um zu koordinieren.

Mache Prozessregeln explizit

In einem Kanban-Team geben sich die Teams selbst Regeln, um die Arbeit miteinander zu bewältigen. Dabei werden diese Regeln für alle sichtbar gemacht – am besten direkt auf den jeweiligen Boards der Teams. Das Sichtbarmachen von Regeln hat mehrere Vorteile: Sind Regeln für alle Teams und Stakeholder sichtbar, können diese auch verändert beziehungsweise verbessert werden. In Kanban werden Probleme, die auftreten, so auch gelöst werden. Das bedeutet auch, dass Regeln verändert oder abgeschafft werden müssen, die das Team darin hindern sich zu verbessern.

Des Weiteren haben Regeln den Vorteil, dass Schuldzuweisungen unterlassen werden. Anstatt also über den Fehler einer Person zu reden, kann man über die Regeln diskutieren. Diskussionen sollten über die Regeln geführt werden – und nicht über einzelne Personen und deren Leistungen.

Führe Feedback-Mechanismen ein

Um sich kontinuierlich zu verbessern, was das Ziel in Kanban ist, benötigen wir Feedback. Kanban bietet hierzu verschiedene Meetings an, um dies umzusetzen. Das Endziel ist eine lernende Organisation. Oft werden Dailys benutzt, um Feedback zu genieren. Auch Retrospektiven sind dazu da, um Feedback einzuholen.

Führe Verbesserung basierend auf Methoden und Modellen durch

Um sich stetig zu verbessern, können dabei auf bereits bestehende Methoden und Modelle vertrauen. So ist zum Beispiel Kanban aus der Automobilindustrie adaptiert worden und kann für viele Szenarien verwendet werden – auch für die Wissensarbeit oder die Softwareentwicklung. Hier überzeugt Kanban durch seine Offenheit, indem du frei entscheiden kannst, welche Modelle und Methoden du verwenden kannst.

Zusammenfassung: Kanban Praktiken

Kanban baut auf sechs Praktiken auf, die alle darauf abzielen, den gesamten Workflow und Prozess zu optimieren – und zwar konstant. Feedback-Mechanismen, Prozessregeln, Flowmanagement. Kombiniert mit der Limitierung von Work in Progress bildet das den Kern von Kanban. Wenn du mehr zu Kanban erfahren möchtest, dann schau dir unbedingt unser YouTube-Video zu Kanban an.

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