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Design Thinking Problemraum

von | Feb 9, 2021 | Design Thinking | 0 Kommentare

Design Thinking setzt sich im Kern aus zwei verschiedenen, aufeinander aufbauenden Phasen zusammen: dem Problem- und dem Lösungsraum. In diesem Artikel möchten wir dir den sogenannten Problemraum genauer vorstellen. Damit auch du ihn in der Praxis anwenden kannst.

Der Design Thinking Problemraum

Design Thinking und andere agile Projektmanagementmethoden sind zu einem integralen Bestandteil der täglichen Arbeit vieler Unternehmen geworden. Ob Weltkonzerne, traditionelle Unternehmen oder Start-ups, alle verlassen sich auf agile Methoden und Design Thinking, um wettbewerbsfähig zu bleiben und immer wieder neue Trends und Innovationen auf den Markt zu bringen. Besonders auch in der heutigen, durch eine Pandemie geplagten Welt ist es essenziell flexibel und agil zu sein. Ansonsten kann man sich nicht an die sich ständig wandelnden Bedingungen anpassen.

Im Folgenden möchten wir dir die drei einzelnen Phasen des Design Thinking Problemraum genauer vorstellen.

Phase 1: Verstehen

In der ersten Phase werden der Ist-Zustand und dessen Herausforderungen definiert und vertieft. Dies kann zum Beispiel mit ersten Expertengesprächen, Recherche aus Praxis und Forschung und Nutzeranalysen erreicht werden. Basierend darauf definiert das Team erste Erkenntnisse und Annahmen. Wichtig ist es noch nicht in Lösungen zu denken, sondern lediglich den Status Quo und das Problem zu verstehen. Albert Einstein hat einmal gesagt ”Wenn ich eine Stunde Zeit hätte, um ein Problem zu lösen, würde ich 55 Minuten damit verbringen, über das Problem nachzudenken, und fünf Minuten über die Lösung .” Diese Herangehensweise sollte auch im Design Thinking bedacht werden. Erst wenn wir die unbewussten, oftmals versteckten Bedürfnisse der Nutzer entdecken und verstehen, können wir wirklich innovative, erfolgreiche Produkte und Dienstleistungen entwickeln.

Phase 2: Beobachten

Ziel der zweiten Phase, dem Beobachten, ist es das Problem aus Nutzersicht zu vertiefen. Das Team möchte Nutzerverhalten und Nutzertypen im Detail verstehen und sogenannte Insights – tiefergehende Einsichten – generieren. Diese erhält es zum Einem durch Datenanalyse und durch sogenannte „Synthese-Methode“, also quantitative Methoden, und zum Andern durch sogenannte Feldstudien, die auch in den Sozialwissenschaften angewandt werden, also qualitative Methoden. Die Kombination dieser beiden Techniken ist ideal um Wissen über die Bedürfnisse des Nutzers zu generieren und zu vertiefen.

Phase 3: Standpunkt generieren

Das Ziel der dritten Phase “Standpunkt generieren” ist es das Problem aus Sicht des Nutzers neu zu definieren. Dabei können folgende Tools helfen: Personas (bleibt langfristig im Gedächtnis, hilft dem Team auf einen Stand zu kommen) und Problem Statements oder User Stories. In Phase 3 verwendet das Team die Erkenntnisse aus den ersten beiden Phasen, um den Kern des übergeordneten Problems für bestimmte Nutzergruppen sehr genau zu analysieren. Nachdem sie in Phase 1 und 2 die Nutzergruppen genau kennenlernten, definieren sie nun konkrete Standpunkte – Points of View. Die Definition von Standpunkten ist besonders hilfreich, da das Team inspiriert wird weiterzuarbeiten, eine Grundlage entsteht, um Entscheidungen treffen zu können, es ein Fokus auf das Problem gibt und die wichtigsten Blickwinkel auf das Problem herausgearbeitet werden.

Zusammenfassung: Design Thinking Problemraum

Warum scheitern immer noch so viele spannende Innovationen am Markt? Weil sie dem Problemraum nicht genügend Aufmerksamkeit schenken. In dieser Phase stellen wir den Kunden in den Mittelpunkt und tasten uns mit einem iterativen Vorgehen an die perfekte Lösung für sein Problem. Das Spannende: Der Kunde kann jeder sein. Sogar unser eigenes Unternehmen.

Wenn du mehr über Design Thinking erfahren möchtest, dann kann ich dir unser kostenloses Design Thinking Playbook ans Herz legen. Darin haben unsere Experten die gesamte Methode hervorragend zusammengefasst. Zudem möchte ich dir noch unser Video zum Design Thinking Prozess vorstellen. Darin spricht unser Co-Gründer und Experte für Agilität Fabian Kaiser über den vollständigen Prozess. Dabei erläutert er zudem, wieso sie er so gut funktioniert und gibt nette Beispiele dazu.

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