Die 7 Design Thinking Prinzipien

von | Jan 21, 2021 | Design Thinking | 0 Kommentare

Du willst Probleme nachhaltig und innovativ lösen? Dann kommst du heutzutage nicht mehr an Design Thinking vorbei. Das Problemlösungstool hat sich inzwischen bei allen groĂźen Firmen etabliert. Warum? Weil es eine sehr effektive Methode fĂĽr das Lösen von Problemen und dabei anwendbar auf fast jeden Bereich ist. Egal ob physisches Produkt, digitaler Service, Prozess oder gar ein gesamtes Geschäftsmodell – Design Thinking lässt sich bei all diesen Dingen einsetzen. In diesem Blog-Artikel möchten wir dir erklären, welche sieben Prinzipien Design Thinking so nĂĽtzlich machen und wie du diese zu deinem eigenen Vorteil nutzen kannst.

Die Grundlagen von Design Thinking

Design Thinking und andere agile Projektmanagementmethoden sind zu einem integralen Bestandteil der täglichen Arbeit vieler Unternehmen geworden. Ob Weltkonzerne, traditionelle Unternehmen oder Start-ups, alle verlassen sich auf agile Methoden und Design Thinking, um wettbewerbsfähig zu bleiben und immer wieder neue Trends und Innovationen auf den Markt zu bringen. Besonders auch in der heutigen, durch eine Pandemie geplagten Welt ist es essenziell flexibel und agil zu sein. Ansonsten kann man sich nicht an die sich ständig wandelnden Bedingungen anpassen.

Bevor wir uns auf die sogenannten Design Thinking Prinzipien stürzen, sollten wir einen kurzen aber äußerst wichtigen Blick auf die Grundlagen werfen. Wir sprechen dabei konkret von den Design Thinking Säulen. Bevor man, nämlich mit dem eigentlichen Prozess beginnt, müssen die richtigen Rahmenbedingungen geschaffen werden. Ohne eine transparente und unterstützende Umgebung ist es äußerst schwierig mit dem Prozess zu einem erfreulichen Ergebnis zu kommen. Die vier Säulen, auf denen ein Design Thinking-Prozess basiert, sind gemeinsame Prinzipien, die Festlegung der Rahmenbedingungen, ein gemeinsames Verständnis des Prozesses und die richtige Zusammensetzung des Teams.

Die 7 Design Thinking Prinzipien

Agilität ist nicht einfach eine Art Regelwerk, das man sich herunterlädt, einmal durchliest und am nächsten Tag fehlerfrei umsetzen kann. Sicherlich sind Frameworks wie das von Scrum nicht sonderlich umfangreich und kompliziert. Doch bei jeder agilen Methode spielt das richtige Mindset eine übergeordnete Rolle. So auch bei Design Thinking. Um Design Thinking erfolgreich umzusetzen, ist eine bestimmte Mentalität unerlässlich. Daher sollten die Teammitglieder und ihr korporatives Umfeld gemeinsame Werte und Prinzipien (die agile Denkweise) verstehen und leben. Diese Mentalität muss sorgfältig und langsam aufgebaut werden, da sie oft bedeutet, alte Wege zu verbannen. Die 7 Design Thinking Prinzipien helfen dabei, diese Mentalität zu verstehen und zu leben.

infografik-design-thinking-prinzipien1. Fail fast

Es ist erlaubt – sogar erwĂĽnscht – Fehler zu machen. Die Angst, Fehler zu machen, kann den gesamten Prozess ernsthaft beeinträchtigen oder sogar zum Scheitern fĂĽhren. Je frĂĽher das Team Fehler erkennt, desto besser. Wichtig ist hierbei, dass Fehler zwar nicht direkt bestraft aber auch nicht zelebriert werden. Schon gar nicht dann, wenn man einfache Fehler wiederholt. Wo wir auch schon beim zweiten Punkt wären.

2. Lerne aus Deinen Fehlern

Durch den Einsatz von Iterationen in kurzen Zeitabschnitten kann das Team kontinuierlich über vergangenes Verhalten und Ergebnisse reflektieren und sich entsprechend anpassen. Tests, Benutzer-Feedback und Rückblicke helfen dabei. Wenn man nach dieser Empirischen Prozesskontrolle arbeitet, wird man Iteration zu Iteration besser. Warum? Ganz einfach. Weil man aus seinen Fehlern lernt und sie beim nächsten Mal vermeidet.

3. Benutzer-Feedback ist entscheidend

Die Benutzer sollten immer im Mittelpunkt des Problems und der daraus resultierenden Ideen stehen. Nur wenn das Team ihre Sichtweise, Herausforderungen und Bedürfnisse wirklich kennt und versteht, kann es erfolgreich nachhaltige Lösungen generieren. Ohne ein fundiertes Kenntnis über die Benutzer, Kunden oder ähnliches wird auch Design Thinking nicht dabei helfen, dein Problem zu lösen.

4. Denke ĂĽber den Tellerrand hinaus

Verrückte Ideen dürfen geäußert, mit Offenheit aufgenommen und verfolgt werden. Die Kreativität muss gefördert werden, auch wenn die daraus resultierenden Ideen zunächst unrealistisch erscheinen mögen. Bei uns sind schon aus den verrücktesten und absurdesten Ideen die kreativsten und nachhaltigsten Lösungen entstanden. Wir sagen nicht, dass jede Idee gut ist aber oftmals bringt eine bestimmte Idee die Sache erst ins Rollen.

5. Hierarchische Teams reduzieren

Es wird dazu ermutigt, in Rollen statt in Titeln zu denken. Die Meinung jedes Teammitglieds ist gleichermaßen wertvoll, und die Zusammenarbeit basiert auf Kommunikation auf Augenhöhe mit einer konstruktiven Feedback-Kultur. Für den Design Thinking Prozess sollte deshalb möglichst jeder auf seine eigentlichen Titel verzichten und gewissermaßen auch sein Ego hinten anstellen.

6. Visualisieren, visualisieren, visualisieren

Während des gesamten Prozesses sollte das Team versuchen, so viel wie möglich mit Visualisierungen zu arbeiten. Kleine Skizzen und Zeichnungen können helfen, ein gemeinsames Unverständnis von Ideen zu gewinnen, außerdem macht es Spaß. Zudem regt es oftmals die Kreativität des Teams an und fördert so neue, möglicherweise hochwertige Ideen. Mitglieder, die vielleicht nicht so wortgewandt sind, können sich mit Skizzen und Visualisierungen zudem oftmals besser ausdrücken.

7. Habe keine Angst vor Chaos

In den Anfangsphasen konzentriert sich das Team auf Quantität, was bedeutet, dass eine Vielzahl von Ideen generiert werden kann. Dies kann zunächst etwas chaotisch erscheinen, aber keine Sorge: Der Design Thinking Prozess ist so strukturiert, dass das Chaos mit jeder folgenden Phase einem sehr klaren Fokus weicht. Gebt euch also dem Chaos in gewisser Weise ein wenig hin und suhlt euch darin. Nutzt diese spezielle Umgebung.

Zusammenfassung: Design Thinking Prinzipien

Warum scheitern immer noch so viele spannende Innovationen am Markt? Weil sie dem Kunden keinen Mehrwert bringen. In der Agilität stellen wir den Kunden und seine Bedürfnisse immer an die erste Stelle. Design Thinking macht hiervon gebrauch und verlagert den Fokus von einer rein technischen Lösung, auf eine menschliche Lösung. In diesem Ansatz stellen wir den Kunden in den Mittelpunkt und tasten uns mit einem iterativen Vorgehen an die perfekte Lösung für sein Problem. Das Spannende: Der Kunde kann jeder sein. Sogar unser eigenes Unternehmen.

Wenn du mehr über Design Thinking erfahren möchtest, dann kann ich dir unser kostenloses Design Thinking Playbook ans Herz legen. Darin haben unsere Experten die gesamte Methode hervorragend zusammengefasst. Zudem möchte ich dir noch unser Video zu den Design Thinking Prinzipien vorstellen. Darin spricht unser Co-Gründer und Experte für Agilität Fabian Kaiser über die sieben Prinzipien. Dabei erläutert er zudem, wieso sie so wichtig sind und gibt nette Beispiele dazu.

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