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In 3 Schritten zur innovativen Lösung! (mit Tipps)

von | Feb 16, 2021 | Design Thinking | 1 Kommentar

Design Thinking setzt sich im Kern aus zwei verschiedenen, aufeinander aufbauenden Phasen zusammen: dem Problem- und dem Lösungsraum. In diesem Artikel möchten wir dir den sogenannten Lösungsraum genauer vorstellen. Damit auch du ihn in der Praxis anwenden kannst.

Der Design Thinking Lösungsraum

Design Thinking und andere agile Projektmanagementmethoden sind zu einem integralen Bestandteil der täglichen Arbeit vieler Unternehmen geworden. Ob Weltkonzerne, traditionelle Unternehmen oder Start-ups, alle verlassen sich auf agile Methoden und Design Thinking, um wettbewerbsfähig zu bleiben und immer wieder neue Trends und Innovationen auf den Markt zu bringen. Besonders auch in der heutigen, durch eine Pandemie geplagten Welt ist es essenziell flexibel und agil zu sein. Ansonsten kann man sich nicht an die sich ständig wandelnden Bedingungen anpassen.

Im Folgenden möchten wir dir die drei einzelnen Phasen des Design Thinking Lösungsraum genauer vorstellen.

Phase 4: Ideen finden

In Phase 4 gehen wir vom Problemraum in den Lösungsraum über. Nachdem wir Phase 3 abgeschlossen haben, haben alle Teammitglieder das gleiche Verständnis vom Kern des Problems. Nun geht es in die wirklich kreative Phase. Das bedeutet das Team beginnt Ideen, basierend auf den Erkenntnissen aus den Phasen 1-3, weiterzuentwickeln und auszuarbeiten. Hier sind Post-Its, Filzstifte, Metaplanwände oder Whiteboards und Klebepunkte besonders hilfreich.

Wichtig ist es zu bedenken, dass in Phase 4 auf Quantität statt Qualität gesetzt wird. Ziel ist es so viele Ideen wie möglich zu sammeln. Das kann etwas chaotisch wirken. Aber keine Sorge, am Anfang ist es normal dass “Chaos” bei der Ideenfindung herrscht. Das ist kein Grund zur Besorgnis. Dieses vermeintliche Chaos wird in den nächsten Phasen einem Fokus weichen. Der sogenannte zeigt wie sich im Laufe des Design Thinking Prozesses ein klarer Fokus herauskristallisiert. Durch verschiedene Brainstorming Methoden werden in Phase 4 Ideen gesammelt, geclustert und vertieft. Beispiele für ein Brainstorming Methoden sind Crazy 8, die 6-3-5 Methode, SCAMPER oder die Walt Disney Methode.

Phase 5: Prototypen entwickeln

In den Phasen 5 und 6 geht es darum Ideen in Form von Prototypen zu konkretisieren, Feedback einzuholen, die Machbarkeit der Ideen zu testen und schließlich Iterationen durchzuführen. Prototypen können ganz unterschiedliche Formen annehmen. Was sie alle gemeinsam haben, ist, dass sie Ideen greifbar und testbar machen. Perfektion ist dabei nicht nötig bzw. sogar unerwünscht. Verschiedene Methoden des Prototyping sind: Storyboards, Visionboards, Wireframes, Mockups, Klickdummies, Papierprototypen, 3D / Lego Prototypen, Rollenspiele, Landing Pages, Attrappen oder Videoclips. Wichtige Guidelines in dieser Phase sind:

– Verliebe dich nicht in Deinen Prototypen, d.h. gehe nicht davon aus, dass Tester deinen Prototypen genauso toll finden wie du. Sei offen fĂĽr Kritik. Mut zur LĂĽcke: Je unfertiger der Prototyp, desto wertvoller das Feedback und je unfertiger der Prototyp, desto einfacher ist es fĂĽr das Team den Prototypen gegebenenfalls zu verwerfen. Wurde 3 Wochen an einem Prototypen gebastelt, ist es umso schwerer eine Niederlage einzugestehen und die „verlorene“ Zeit zu rechtfertigen. (NatĂĽrlich ist die Zeit keinesfalls verloren, denn das Team hat auch in diesem Fall wichtige Erkenntnisse darĂĽber gesammelt, wie die Lösung nicht aussehen darf).

– Nicht zu viel Zeit mit der Organisation der Tester verbringen. In vielen Fällen genĂĽgt es anfänglich Tester „auf der StraĂźe“ zu finden. Diese mĂĽssen nicht zwingend zur Zielgruppe gehören.Je mehr Iterationen, desto besser das Ergebnis. Der Iterationsprozess sollte nicht unendlich in die Länge gezogen werden. Bei Unsicherheit gilt jedoch hier: Besser eine Iteration mehr als eine zu wenig durchfĂĽhren, bevor es in die Entwicklung geht.

Phase 6: Testen

Phase 6 dient dazu Annahmen zu testen und Experimente durchzuführen. Das Testen ist die Phase in der Mehrwert, Machbarkeit und Anwendbarkeit durch Feedback von potenziellen Nutzern validiert oder widerlegt wird. Hier ist es nicht wichtig, dass eine große Anzahl von Nutzern den Prototyp oder die Prototypen testet, denn Studien haben ergeben, dass die Qualität der Ergebnisse nicht mit der Anzahl der Tester steigt. Bereits 5 Tester reichen in den meisten Fällen völlig aus, um wertvolle Erkenntnisse zu sammeln und 80 % der Fehler zu finden. Nutzertest, Interviews, A / B Tests zum Vergleich verschiedener Prototypen eignen sich für diese Phase. Während den Nutzertest werden Testern verschiedene Szenarien vorgeben, die diese durchspielen und ausprobieren. Teammitglieder beobachten und machen Notizen. Die Tester geben z.B. anhand von Fragebögen oder in Interviews Feedback.

Basierend auf den Ergebnissen wird der Prototyp dann angepasst und eine weitere Testphase beginnt. Die Anzahl der Iterationen ist abhängig von den Ergebnissen und muss von Projekt zu Projekt individuell bestimmt werden. Erst nach mehreren Iterationen wird die Wirtschaftlichkeit verifiziert.
Challenge Abschluss Workshop Nachdem die Lösung, für die sich Team und Stakeholder entschieden hat, in mehreren Iterationen getestet und optimiert wurde, gelangt das Team schließlich zum Ende des Design Thinking Prozesses. Die erste Herausforderung – eine Lösung zu entwickeln und durch Prototypen zu testen – ist erfolgreich beendet. Die zweite Herausforderung beginnt nun – die tatsächliche Umsetzung und der Markteintritt.

Der Abschluss

Nach der letzten Iteration sollte daher ein weiterer Workshop mit allen Stakeholdern und gegebenenfalls beteiligten Experten stattfinden. Ziel dieses Workshops ist es die neue Innovation vorzustellen und zu entscheiden, ob und wie weiter vorgegangen wird (Implementation). Das Team beschreibt kurz den Verlauf des Design Thinking Prozesses und stellt die Lösung, die letztendlich entwickelt wurde (also die Innovation) vor. Die Vorstellung dieser Innovation kann zuerst in einem Elevator Pitch stattfinden bevor auf die Details eingegangen wird.

Zusammenfassung: Design Thinking Lösungsraum

Warum scheitern immer noch so viele spannende Innovationen am Markt? Weil sie dem Lösungsraum nicht genügend Aufmerksamkeit schenken. In dieser Phase stellen wir den Kunden in den Mittelpunkt und tasten uns mit einem iterativen Vorgehen an die perfekte Lösung für sein Problem. Das Spannende: Der Kunde kann jeder sein. Sogar unser eigenes Unternehmen.

Wenn du mehr über Design Thinking erfahren möchtest, dann kann ich dir unser kostenloses Design Thinking Playbook ans Herz legen. Darin haben unsere Experten die gesamte Methode hervorragend zusammengefasst. Zudem möchte ich dir noch unser Video zum Design Thinking Prozess vorstellen. Darin spricht unser Co-Gründer und Experte für Agilität Fabian Kaiser über den vollständigen Prozess. Dabei erläutert er zudem, wieso sie er so gut funktioniert und gibt nette Beispiele dazu.

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1 Kommentar

  1. Annika

    Ein sehr spannender Artikel!

    Antworten

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