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Der SCRUM Prozess – Wie funktioniert SCRUM? (SCRUM 2020)

von | Nov 26, 2020 | SCRUM | 0 Kommentare

Der SCRUM Prozess umfasst alle Events und Artefakte, die im Laufe eines SCRUM Projektes zum Einsatz kommen. Er verläuft über viele Iterationen so lange, bis das Produkt fertig entwickelt ist und beinhaltet verschiedene Methoden und Tools.

SCRUM PROZESS

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Im Folgenden erklären wir dir, wie SCRUM funktioniert, also welche Methoden und Techniken im Rahmen das SCRUM Frameworks zum Einsatz kommen. Der Kern von SCRUM ist aus Sicht der Agile Heroes der SCRUM-Prozess. Dieser Begriff stammt nicht von den SCRUM-Gründern, sondern wurde von den Agile Heroes aus didaktischen Gründen definiert. Der SCRUM-Prozesses stellt im Wesentlichen dar, welche Events und welche Artefakte wie zusammenspielen und in welchem zeitlichen Verlauf erfolgen. Letztlich zeigt der SCRUM-Prozess, wann welche Events stattfinden und welche Artefakte wann und wie zum Einsatz kommen.

Was beinhaltet der SCRUM Prozess?

Nach dem SCRUM Guide der Gründer Schwaber und Sutherland beinhaltet der SCRUM Prozess ganz bestimmte Zutaten, und zwar: Events, Artefakte, Rollen, Werte und Prozesskontrollen. Trotz dieser wichtigen Inhalte darf der SCRUM Guide nicht als Anleitung gesehen werden, denn SCRUM stellt (nur) ein Rahmenwerk für viele verschiedene und vor allem individuelle Projekte dar.

„SCRUM ist einfach!“, behaupten die beiden Gründer selbst und beschreiben den SCRUM Prozess in kurzen Worten so:

  1. Ein Product Owner bestellt die Arbeiten für ein komplexes Problem in ein Product Backlog.

  2. Das SCRUM Team verwandelt eine Auswahl dieser Arbeiten in ein wertvolles Inkrement während eines Sprints.

  3. Das SCRUM Team und seine Stakeholder begutachten die Ergebnisse und passen sie für den nächsten Sprint an.

  4. Wiederholen.

Moment – Sehen wir uns das doch im Folgenden einmal genauer an!

Wann beginnt der SCRUM Prozess?

Der SCRUM-Prozess beginnt, wenn ein oder einige Stakeholder ein Produkt benötigen. Die Anforderungen an das Produkt werden dann in einem so genannten Product Backlog gesammelt. Das Product Backlog ist also die Zusammenfassung, beziehungsweise eine Auflistung aller Produkteigenschaften, die das finale Produkt umfassen sollte. Dieses Backlog darf der Product Owner während des Projektes anpassen, es ist also ein lebendiges Artefakt. Wenn die Entwickler alle Anforderungen an das Produkt aus dem Product Backlog erledigt und entwickelt haben, ist das Produkt im besten Fall fertig und das Product Goal ist erreicht.

Nachdem das Product Backlog vollständig ist, beginnt das Team mit dem Sprint Planning. Hier plant das Scrum Team, welche Produktfeatures aus dem Product Backlog sie im kommenden Sprint umsetzen wollen. Diese Teilmenge der Produkteigenschaften wird dann in ein Sprint Backlog überführt: Das Sprint Backlog umfasst somit alle Produkteigenschaften, die im kommenden Sprint umgesetzt werden sollen und beinhaltet somit alle Anforderungen an das dazugehörige Sprint-Goal.

 

Der Sprint 

Nach dem Planning beginnt der Sprint. Der Sprint ist die eigentliche Phase der Produktentwicklung und der Hauptteil des SCRUM Prozesses.

Im Rahmen der Produktentwicklung erfolgt dann ein täglicher Austausch des SCRUM-Teams im Rahmen des Daily SCRUM. Nach Abschluss des Sprints sollten als Ergebnis neue Produkteigenschaften für das Produktinkrement hervorgebracht werden. Ein Produktinkrement ist hierbei ein fertiger Teil des Gesamtproduktes, den die Entwickler nach der sogenannten Definition of Done anfertigen.

Die Sprint Review

Nach dem Sprint hält das gesamte Scrum Team ein Event ab, das die Möglichkeit zur Überprüfung und Anpassung bietet. Das sogenannte Sprint-Review. Hierbei wird das Produkt, das entwickelt wird, überprüft und gegebenenfalls angepasst. So besteht einerseits die Möglichkeit für alle, die nicht selbst am Entwicklungsprozess beteiligt waren, Informationen über den aktuellen Entwicklungsstand zu erhalten, wie beispielsweise die Stakeholder, die an diesem Event auch teilnehmen dürfen. Alle, die an der Entwicklung direkt beteiligt waren, erhalten so das Feedback, inwiefern sie sich mit der Arbeit im letzten Sprint bezogen auf die Produkteigenschaften des gesamten Produkts angenähert haben.

Die Sprint Retrospektive

Nach der Review hält das Team in der Regel die Sprint Retrospektive ab. Hier nimmt nur das Scrum Team teil – keine Stakeholder. Die Mitglieder des Teams besprechen in diesem Event den letzten Sprint in Hinsicht auf die Prozesse, Tools und die Arbeit untereinander. Das Ziel der Retrospektive ist es, diese Prozesse zu verbessern und jeden Sprint dadurch zu evaluieren.

Die fünf Werte im SCRUM Prozess

Während des gesamten SCRUM Prozesses dürfen die fünf Werte von SCRUM nicht außer Acht gelassen werden. Es ist wichtig, dass alle Mitglieder des Projektes die fünf Werte kennen und sie beachten, denn nur so können sie das Projekt zielführend managen und beenden.

Die fünf Werte sind:

  • Mut

  • Fokus

  • Commitment

  • Offenheit

  • Respekt

Die SCRUM Rules im SCRUM Prozess

Die SCRUM Rules sind im SCRUM Guide niedergeschrieben. Sie beschreiben, wie die wesentlichen Elemente, SCRUM Rollen, Events und Artifacts zusammenspielen. Sie liefern also beispielsweise die Antwort darauf, wann welches Event stattfindet, welche Rollen in welchem Event anwesend sind, welche Aufgaben sie hierbei haben – oder auch welche Rolle für welches Artifact zuständig ist. Die Details zu, beispielsweise diesen Rollen findest du in den dazugehörigen Agile Heroes Blogbeiträgen:

Die empirische Prozesskontrolle

Damit der Prozess kontinuierlich funktioniert und sich verbessern kann, muss er auch kontrolliert, beziehungsweise gesteuert werden. Dies geschieht durch die sogenannte empirische Prozesskontrolle. Mit der Erfahrung, die jede Iteration mit sich bringt, kann das Team in der kommenden Iteration angepasst und verbessert arbeiten.

Die empirische Prozesskontrolle baut auf drei Säulen auf: Transparenz, Überprüfung und Anpassung.

Das ist quasi die Kernsubstanz von SCRUM: Ständige Verbesserung durch Erfahrung. Agile Heroes Co-Founder Roman Simschek nennt die empirische Prozesskontrolle „die DNA von SCRUM“. Sinn der Iterationen ist es, reliable Schlüsse aus der Kontrolle dieser schließen zu können und somit den gesamten Prozess regelmäßig anpassen zu können.

Die Erfolgsmethode SCRUM

Zuletzt wurde die SCRUM Methode und der zugehörige SCRUM Guide im November 2020 aktualisiert. 25 Jahre davor wurde sie erstmals von den Gründern Jeff Sutherland und Ken Schwaber erstmals an die Öffentlichkeit getragen.

Damals hat sich SCRUM schnell zur vorherrschenden agilen Projektmanagementmethode entwickelt, die nicht nur in der IT und Softwareentwicklung großen Anklang findet. Mittlerweile werden weltweit 90% aller agiler Projekte mit SCRUM gemanagt. Immer mehr große, sowie kleine Unternehmen setzen auf die Methode und wünschen sich nicht zuletzt einen SCRUM Master für ihre Teams.

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