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Was ist die Definition of Done? Wie du die perfekte DoD formulierst!

von | Okt 12, 2021 | SCRUM

FĂŒr agile Kenner ist sie wohl kein neuer Begriff: Die Definition of Done.

Diese Definition des „Fertig-Zustandes“ dient dazu, allen Beteiligten eines Projektes (oder auch nur eines Teilaspektes dessen) dieselbe Vorstellung davon zu geben, wann eine Aufgabe wirklich „fertig“ ist. Ein Feature oder in Produkt darf also nicht weitergereicht, bzw. veröffentlicht werden, wenn es nicht diese Definition of Done erreicht hat.

So wird ein Feature nicht zu frĂŒh und nicht zu spĂ€t abgegeben und MissverstĂ€ndnisse vermieden. Die Definition of Done hat sich vor allem Scrum Projekten (besonders in der IT) stark etabliert und ist somit unter anderem Grund fĂŒr den Erfolg agiler Herangehensweisen.

Doch wie in anderen Bereichen, muss auch eine Definition of Done erst gekonnt formuliert sein, um sie bestmöglich einzusetzen. Denn was ist eigentlich der richtige „Fertig-Zustand“ der DoD? Und wo macht sie Sinn? Auf diese Fragen möchten wir Dir in diesem Artikel Antworten geben. 

ZusÀtzlich hat unser Scrum Experte Lars, das Thema noch in diesem YouTube Video besprochen:   

 Warum ĂŒberhaupt eine Definition of Done?

Vor allem aber nicht nur im agilen Arbeiten sollen Entwickler und Teams Features und To-Do’s oft möglichst schnell erledigen, um auch dementsprechend schnelles Feedback zu erhalten. Das geschieht dann in manchen FĂ€llen auf Kosten der QualitĂ€t.

Um das zu vermeiden, muss im Vorfeld geklĂ€rt werden, wann ein Feature oder eine User Story ĂŒberhaupt bereit ist, ausgeliefert oder weitergereicht zu werden. Denn oftmals herrschen in Teams unterschiedliche Vorstellungen darĂŒber, wann ein Produkt fertig ist und ausgeliefert werden darf.

Wenn von Anfang an klar ist, in welchem Zustand das Produkt sein muss, um „fertig“ zu sein und diese Definition of Done auch von Kunden- beziehungsweise Stakeholder-Seiten so abgenommen wird, kommt es im Nachhinein zu weniger Änderungen.

Ohne diese gemeinsame AbklĂ€rung bleiben fĂŒr Entwicklerinnen und Entwickler oft viele Fragen offen und es herrscht Unklarheit ĂŒber den Zustand eines Features. Die Folge davon ist, dass ein Produkt entweder zu frĂŒh ausgeliefert oder aber bis in die Ewigkeit unnötig weiterentwickelt wird.

Mit einer Definition of Done kann ein Feature oder Item reibungslos (beispielsweise) auf einem Kanban-Board weitergeschoben werden ohne, dass sich Entwicklerinnen und Entwickler erst fragen mĂŒssen, ob es denn schon bereit dazu ist.

 

Dod: Nicht nur in der Softwareentwicklung sinnvoll

Die EinfĂŒhrung der Definition of Done macht also ĂŒberall dort Sinn, wo ein Produkt oder auch eine Dienstleistung an eine nĂ€chste Partei abgeliefert wird – somit quasi ĂŒberall. Egal ob der oder die Abnehmerin ein Endkunde ist oder die nĂ€chste Abteilung, die an dem Produkt arbeitet, ist: Um diese Abnehmer auch zufrieden zu stellen und MissverstĂ€ndnisse zu vermeiden, macht es Sinn, davor zu klĂ€ren, wann das Produkt wirklich als „fertig“ gilt.

Obwohl die Formulierung einer Definition of Done ihren Ursprung wohl in der agilen Softwareentwicklung (und somit auch Scrum) hat, kann ihr Einsatz in den unterschiedlichsten Branchen und Teams wertvoll sein. Ähnlich wie die agile Methode Scrum selbst, wurde die Praktik in der IT getestet und geschliffen, um sich dann auch auf alle anderen Bereiche auszuweiten.

 

„The definition of Done by itself will drive a doubling of the productivity of the team!“ – Jeff Sutherland (Scrum MitbegrĂŒnder)

 

Wie formuliere ich eine Definition of Done?

In der Regel kĂŒmmern sich die Entwicklerinnen und Entwickler gemeinsam mit dem Product Owner um die Formulierung der DoD – aufbauend auf bestimmte Vorgaben, die im Vorfeld von der Organisation kommen. Die Anforderungen, die von den Stakeholdern ausgehen werden vom Product Owner vertreten.

Bei der Formulierung ist es wichtig an den Sinn der Definition of Done zu denken: Sobald sie eingetroffen ist, ist das Inkrement da und – wie vermutet – fertig.

Eine solche Definition könnte also lauten: „Das Produkt ist fertig, wenn alle Backlog Items erledigt sind, das Produkt getestet wurde und der Product Owner die Möglichkeit hatte, zu ĂŒberprĂŒfen, ob er damit zufrieden ist“

Die DoD kann auch angepasst werden, sollte aber nicht unbedingt vollstĂ€ndig umformuliert werden. Anpassungen sollten außerdem nur der QualitĂ€tsmaximierung dienen und mĂŒssen dem gesamten Team transparent gemacht werden.

 

SelbstverstĂ€ndlich soll die Definition des „Fertig-Zustands“ durchgehend fĂŒr das ganze Team zugĂ€nglich und auch verstĂ€ndlich sein. Deshalb muss sie klar formuliert und dem ganzen Team bekannt sein, um auch die erhoffte Wirkung zu erzielen.

 

Ein Beispiel von scruminc fĂŒr eine DoD eines Software Projektes ist: “Done means coded to standards, reviewed, implemented with unit Test-Driven Development (TDD), tested with 100 percent test automation, integrated and documented.”

Ob die DoD als Checkliste oder in vollstĂ€ndigen SĂ€tzen formuliert ist grundsĂ€tzlich jedem Team ĂŒberlassen, wobei eine Auflistung meist einfacher zu verstehen ist.

 

Mehr zu agilen Projekten nach Scrum?

Neben der Definition of Done hat das Scrum Framework auch viele weitere hilfreiche Praktiken und Events hervorgebracht, die auch außerhalb von Scrum Projekte sinnvoll im Einsatz sind. Besuche unseren Agile Heroes YouTube Kanal, um noch mehr zum Thema Scrum und anderen agilen Herangehensweisen herauszufinden.

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