Das SCRUM Inkrement – Was ist das und wofür ist es gut?

Das Inkrement ist ein potenziell auslieferbares Produkt, das am Ende eines Sprint nach der „Definition of Done“ entstanden ist. Es ist neben dem Sprint Backlog und dem Product Backlog das dritte der drei Artefakte in einem SCRUM Projekt.

 

Das Inkrement ist „potentially releasable“. Sinn der SCRUM Methode ist es also, nach jedem Sprint ein solch potenziell auslieferbares Produkt zu entwickeln. Das muss das Entwicklungsteam sowie der Product Owner bei ihrer Auswahl für Product- und Sprint Backlog immer im Blick behalten.

Das Wort „Inkrement“ stammt aus dem Lateinischen und bedeutet so viel wie „Zuwachs“ oder „vergrößern“. Dies zielt bereits auf das Merkmal ab, dass die einzelnen Inkremente aufeinander aufbauen und das Endprodukt, dadurch von Sprint zu Sprint wächst und sich „vergrößert“.

Was ist das Ziel des Inkrements?

Das Ziel eines Inkrements ist es nicht, tatsächlich nach jedem Sprint „ausgeliefert“ zu werden. Deshalb nur potentially releasable.

Das Inkrement wird oft auch Produktinkrement genannt. Es umfasst alle Items aus dem  Product Backlog, die im Rahmen der vergangenen Sprints umgesetzt wurden. Zudem beinhaltet es den Wert aller Inkremente, die in den vorherigen Sprints umgesetzt wurden.

Es ist also quasi immer das aktuelle Produkt in seinem letzten Release-Zustand. Es stellt einen wichtigen Bestandteil und Anteil zur Erreichung des Projektziels oder der Produktvision dar. Im Falle unerwarteter Hindernisse, oder eines Abbruchs des Projektes kann dadurch immer ein mehr oder weniger „fertiges“ Produkt präsentiert werden. Auf diese Weise geht getane Arbeit in einem solchen Fall nicht einfach „verloren“ und es kann immer noch potenziell Gewinn mit dem (Teil-)Produkt gemacht werden.

 

Wer ist für das Inkrement zuständig?

Das Entwicklungsteam ist für die Erstellung eines übergabefähigen Inkrements zum Ende jedes Sprints verantwortlich. Nach dessen Fertigstellung ist das Inkrement an den Product Owner zu übergeben. Der Product Owner muss entscheiden, ob er das Inkrement releasen, beziehungsweise in Betrieb nehmen möchte. Er kann das Produkt zwar abnehmen, hat aber trotzdem die Möglichkeit, zu entscheiden, dass er es nicht veröffentlichen möchte.

Side Note: Der Product Owner ist immer für die Wertmaximierung und den Erfolg des Produktes zuständig. Deshalb ist auch er der letzte Schritt, bevor ein Produkt oder Inkrement an Stakeholder weitergegeben wird.

Wie kommt das Inkrement im SCRUM Prozess zur Anwendung?

Am Ende eines jeden Sprints übergibt das Entwicklungsteam seine Arbeit in Form des auslieferbaren Inkrements an den Product Owner. Wichtig ist hier, dass es einerseits der „Definition of Done“ des SCRUM Teams entspricht und auch in einem potenziell auslieferbaren Zustand ist. Diese Überprüfung sollte bei einem gut eingespielten SCRUM-Team nicht erst bei Übergabe des Inkrements an den Product Owner erfolgen, sondern schon im Rahmen des Sprints durchgeführt werden. Das Inkrement muss grundsätzlich bereit sein in Betrieb genommen zu werden, unabhängig davon, ob der Product Owner es hierfür geeignet hält.

Die einzelnen Inkremente bauen aufeinander auf. Dies beruht auf der empirischen Prozesssteuerung. In jedem Sprint werden Erfahrungen gesammelt und Inkremente entwickelt, aus denen man für den kommenden Sprint Verbesserungsmöglichkeiten ziehen kann.

Mehr zu Scrum und der Welt der Agilität

Wenn du noch mehr zu den Artefakten und der Welt von Scrum erfahren möchtest, lade dir einfach unser kostenloses Scrum Playbook herunter. No strings attached!

jetzt-kostenloses-scrum-playbook-herunterladen

Außerdem findest du uns auch auf YouTube, wo du noch mehr zu den Themen SCRUM und Agilität erfahren kannst. Genauso freuen wir uns, wenn du noch einen weiteren Blick auf unsere anderen Blogbeiträge wirfst. So möchten wir die Welt ein Stück agiler machen und dir dabei helfen, erfolgreich Projekte zu managen!

Bei einem Agile Heroes Training wirst du bestens auf die Herausforderungen von SCRUM und anderen agilen Methoden vorbereitet!