Design Thinking – Werkzeuge & Tools für Innovationen

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Planst du aktuell deinen nächsten Design Thinking Workshop und bist noch auf der Suche nach den richtigen Design Thinking Werkzeugen, Tools und Materialien? Dann bist du hier genau richtig. Wir haben schon etliche Workshops erfolgreich durchgeführt und standen entsprechend schon sehr oft vor eben jener Situation. Deshalb haben wir hier eine konkrete Liste zusammengestellt, die dir dabei helfen wird den Workshop vorzubereiten. Viel Spaß beim Lesen!

Design Thinking Werkzeuge

Bevor das Team mit der Arbeit beginnt, ist es sinnvoll, einige Hilfsmittel vorzubereiten und den geeigneten Rahmen festzulegen. Ein geräumiger und heller Raum mit Möbeln, die umgestellt werden können, ist ideal.

design-thinking-werkzeuge-timeboxTimebox

Das Timeboxing steht für die Regel, dass bestimmte Phasen oder die Durchführung bestimmter Techniken einen vorher festgelegten Zeitrahmen nicht überschreiten dürfen.
Viele von uns kennen die Problematik. Ein Meeting wird angesetzt: von 14:00 Uhr bis: Open End. Das Team diskutiert, die eher extrovertierten Teilnehmer schweifen in lange Monologe aus und Details werden überproportional lange erörtert. Dies kann dazu führen, dass am Ende des Tages, wenn die Konzentration und Motivation gegen Null geht, noch keine Entscheidung getroffen wurde. Durch Timeboxing wird dies vermieden.

Unter Druck können viele Menschen besser und fokussierter arbeiten. Wenn wir wissen, dass wir nur eine Stunde zur Verfügung haben, um uns auf einen Lösungsweg zu einigen, finden wir diesen in der Regel auch in der vorgegebenen Zeit. Ein sehr nützliches und kostengünstiges Tool ist der Time Timer. Dort wird anhand einer roten Fläche angezeigt, wie viel Zeit verbleibt. Sollte es nicht zur Verfügung stehen, kann natürlich auch ein Smartphone oder eine Eieruhr verwendet werden. Wichtig ist hier, dass ein Timekeeper benannt wird, der regelmäßig die verbleibende Zeit an das Team weitergibt.

Post-Its

Post-Its sind aus agilen Teams und aus dem Design Thinking Prozess nicht mehr wegzudenken. Warum sind sie so nützlich? Ziel des Teams ist es Wissen schnell zu sammeln, zusammenzutragen, zu teilen, zu clustern und evtl. zu verwerfen. Mit Post-Its können wir dies ganz einfach umsetzten. So können wir beispielweise die wichtigsten Erkenntnisse aus Interviews auf Post-Its festhalten, diese im Team vorstellen und auf eine Wand kleben. Danach clustern wir die Post-Its (fügen sie zu übergeordneten Themengebieten zusammen) und besprechen diese dann. Auch hier gibt es einige Regeln, die beachtet werden sollten: Ein Post-It sollte idealerweise aus einem Statement (maximal 5 Wörter) und einer Zeichnung bestehen. Indem wir das Statement kurz halten, müssen wir uns überlegen wie wir komplexe Probleme knapp und prägnant beschreiben.

Unter Zeichnung verstehen wir hier lediglich ein Icon, eine Skizze oder eine Strichzeichnung. Visualisierte Informationen können viel schneller erkannt und verarbeitet werden. Dafür muss sie weder akkurat noch schön sein. Oftmals besteht eine gewisse Resistenz gegenüber dem Zeichnen. Das ist normal, da die meisten von uns es nicht gewohnt sind zu malen. Nichtdestotrotz bringt es einen großen Mehrwert, wenn wir die Teammitglieder dazu bringen können ihre Ideen auch zu visualisieren.

Eine Methode um das Eis zu brechen, ist es Teammitglieder in Paare aufzuteilen. Nun hat jeder 3 Minuten Zeit den anderen zu malen. Dies ist am Anfang oftmals unangenehm, da man den Gegenüber natürlich so realitätsgetreu wie möglich darstellen möchte. Doch die Scheu verfliegt, sobald jeder erkennt, dass die Zeichnungen der anderen Teammitglieder auch nicht besser sind. Diese Übung nimmt den Druck „gut“ zeichnen zu müssen. Ein weiterer Tipp in Sachen Post-Its: Reißt die Post-Its immer nach unten ab, nicht nach oben. So verbiegen sie sich nicht und haften länger an einer Fläche.

Nützliches Materialdesign-thinking-playbook

Um einen Design Thinking Prozess umzusetzen, benötigen wir eine Anzahl von Design Thinking Werkzeuge. Der Raum, in dem wir arbeiten, sollte hell und möglichst geräumig ist. Die Möbel leicht verschiebbar und flexibel einsetzbar. Z.B. gibt es Tische, die auch als Whiteboard genutzt werden können. Metaplanwände und/oder Whiteboards sind essenziell. Auch hier gibt es moderne Lösungen wie Tapete, die mit Whiteboard Markern beschriftet werden kann oder Magnetfarbe, sodass Magnete an der Wand haften.

Weitere Materialien die nicht fehlen dürfen sind:

• Post-Its in verschiedenen Farben und Größen
• Whiteboard Marker
• Filzstifte für die Beschriftung der Post-Its
• Papier
• Magnete und / oder Reißzwecken

Für den Bau der Prototypen (Insbesondere wenn noch nicht feststeht welche Art von Prototyp gebaut werden soll):

• A3 Papier
• Farbiges Papier oder Karton
• Zeitschriften für Collagen
• Klebeband
• Klebstoff
• Lego
• Knete
• Styropor
• Garn
• Schere
• Tacker
• Heftklammern
• Lineal
• Maßband
• Filz
• Holzstäbchen, Streichhölzer oder Strohhalme

Zusammenfassung: Design Thinking Werkzeuge

Grundsätzlich ist es ratsam eine große Auswahl an Material bereitzustellen, mit dem die Teilnehmer kreativ und unbeschwert an die Erstellung einer Lösung gehen können. Durch die Verwendung von Bastelmaterial können Prototypen kostengünstig und schnell entwickelt werden. Die Teilnehmer hegen grundsätzlich keine Scheu außergewöhnliche Richtungen auszuprobieren, da die Bauten einfach verworfen und geändert werden können. Des Weiteren werden hier auch diejenigen Teilnehmer abgeholt, die von sich behaupten nicht kreativ zu sein. Denn im Design Thinking ist Kreativität kein angeborenes Talent, sondern eine Fähigkeit, die jeder Teilnehmer im Laufe des Prozesses verbessert und zu nutzen lernt.

Wenn du mehr über Design Thinking erfahren möchtest, dann solltest du dir unbedingt auch unser kostenloses Design Thinking Playbook herunterladen. Wenn du das bereits getan oder danach immer noch Fragen hast, dann möchte ich dir unseren Design Thinking Onlinekurs ans Herz legen. Darin bereiten dich unsere erfahrenen Experten interaktiv auf deinen Design Thinking Workshop vor.