Design Thinking Team – Diese Eigenschaften muss man mitbringen!

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Mit Design Thinking lassen sich die komplexesten Probleme auf innovative Art und Weise l√∂sen. Hierf√ľr ben√∂tigt man nicht nur das richtige Mindset, das durch die Design Thinking Prinzipien geformt wird. Oder den bew√§hrten Design Thinking Prozess, der Schritt f√ľr Schritt zur L√∂sung f√ľhrt. Man ben√∂tigt Menschen, die gemeinsam ein Team formen, das dieser gewaltigen und wichtigen Aufgabe gewachsen ist. Aber wie sieht ein solches Team aus? Welche Personen ben√∂tigen wir? Wie gro√ü darf es sein? Diese und viele weitere Fragen beantworten wir dir in diesem Artikel.

Wie stellt man ein Design Thinking Team zusammen?

Design Thinking und andere agile Projektmanagementmethoden sind zu einem integralen Bestandteil der täglichen Arbeit vieler Unternehmen geworden. Ob Weltkonzerne, traditionelle Unternehmen oder Start-ups, alle verlassen sich auf agile Methoden und Design Thinking, um wettbewerbsfähig zu bleiben und immer wieder neue Trends und Innovationen auf den Markt zu bringen. Besonders auch in der heutigen, durch eine Pandemie geplagten Welt ist es essenziell flexibel und agil zu sein. Ansonsten kann man sich nicht an die sich ständig wandelnden Bedingungen anpassen.

Ein sogenanntes Design Thinking Team hat die Aufgabe, enorm komplexe Probleme nachhaltig und kundenorientiert zu l√∂sen. Dabei ist es essenziell, dass das Team kreative und innovative Ideen entwickelt. Wann ist eine Idee innovativ? Na dann, wenn sie zu einer Innovation f√ľhrt. Bei der Zusammenstellung des Teams muss man diese Aufgabe immer im Kopf behalten. Im Folgenden wollen wir einmal darauf eingehen, welche Aspekte hierbei wirklich von Bedeutung sind.

1. Interdisziplinarität

√Ąhnlich wie beispielsweise bei einem Scrum Team ist es wichtig, dass sich die Mitglieder des Teams in ihrem Wissen, ihren Kompetenzen, Expertisen und ihren Erfahrungen optimalerweise erg√§nzen. Um das zu f√∂rdern, w√§hlt man im Normalfall Personen aus verschiedenen Fachbereichen, sowie aus unterschiedlichen Abteilungen oder Projekten aus. Wenn m√∂glich, kann man auch Mitarbeiter aus anderen Standorten des Unternehmens ausw√§hlen. Durch diese kunterbunte Zusammenstellung erh√∂ht man das Potenzial des Teams. Wichtig ist, dass im Team auf Augenh√∂he und mit flacher Hierarchie zusammen gearbeitet wird.

2. Einbinden der Stakeholder

Was zun√§chst abschreckend und unsinnig erscheinen mag, kann sich als extrem sinnvoll und hilfreich herausstellen. Wenn man Stakeholder ins Team integriert, die in gewisser Weise direkt vom Innovationsprozess betroffen sind, dann kann dies f√ľr den Prozess Wunder bewirken. Stakeholder haben oftmals wichtige Expertisen und Vorstellungen, deren Einbindung in den Prozess essenziell sein kann. Nat√ľrlich gibt es auch Beispiele, bei denen eine Einbindung der Stakeholder eher unsinnig ist oder den Prozess negativ beeintr√§chtigen k√∂nnte. Es gibt auch die M√∂glichkeit, die Stakeholder nur zu gewissen Phasen einzuladen.

3. Optimale Größe

Um die absolute Effektivit√§t eines Design Thinking Teams nicht zu beeintr√§chtigen, sollte das Team niemals die Grenze von neun Teammitgliedern √ľberschreiten. M√ľssen mehr Menschen untergebracht beziehungsweise integriert werden, dann sollte man √ľber mehrere Teams nachdenken, die parallel an einem Problem arbeiten. Unsere langj√§hrige Praxis-Erfahrung hat gezeigt, dass die ideale Gr√∂√üe bei f√ľnf bis sieben Mitgliedern liegt.

Welche Eigenschaften zeichnen ein perfektes Teammitglied aus?

Jetzt weißt du, auf welche Dinge du bei der grundsätzlichen Planung deines Design Thinking Teams achten solltest. Aber welche Personen aus deinem beruflichen Umfeld passen denn nun wirklich in das Team? Anhand welcher Eigenschaften solltest du diese Menschen auswählen? Im Folgenden haben wir dir ein paar der wichtigsten und hilfreichsten Eigenschaften aufgelistet.

1. Experimentierfreude

Der Design Thinking Prozess lebt davon, das teils chaotisch und wild Ideen ausgetauscht und erkundet oder gar mit einem Prototypen visualisiert werden. Die Teammitglieder sollten also eine gewisse Freude am Experimentieren und eine Resistenz gegen√ľber Chaos mitbringen. Ansonsten werden sie sehr schnell keine Lust mehr haben und sich unwohl f√ľhlen.

2. Optimismus

Wir haben die Erfahrung gemacht, dass Personen, die eine eher pessimistische oder sehr kritische Art haben, die Findung von innovativen Ideen eher blockieren. W√§hrend grunds√§tzlich eher optimistische Menschen genau gegenteilig wirken. Sie bringen oftmals sehr mutige Ideen ein und gehen dann konstruktiv auf die Gedanken des Teams ein. Auch wenn nicht jede mutige Idee zum Ziel f√ľhrt, kann sie vielleicht den Stein ins Rollen bringen.

3. Kommunikation

Ohnehin ist die F√§higkeit mit anderen Menschen kommunizieren zu k√∂nnen verdammt wichtig. Doch besonders bei einem Prozess wie Design Thinking ist es noch einmal wesentlich wichtiger sich klar und deutlich ausdr√ľcken zu k√∂nnen. Nur so kann man komplexe Sachverhalte verst√§ndlich erkl√§ren. Wer das nicht kann, tr√§gt m√∂glicherweise dazu bei, dass eine innovative Idee verloren geht.

4. Empathie

In der Agilit√§t stellen wir den Kunden in den Mittelpunkt unseres Handelns. Deshalb m√ľssen Mitglieder des Design Thinking Teams dazu in der Lage sein, Empathie an den Tag legen zu k√∂nnen. Nur so k√∂nnen sie sich ganz Bewusst in die Perspektive des Kunden versetzen.

5. Intuition

Zugegeben, bei Intuition handelt es sich um eine F√§higkeit, die schwer messbar ist. Aber im Team ben√∂tigen wir Menschen, die gute Entscheidungen treffen k√∂nnen, ohne dabei auf konkrete Fakten zur√ľckgreifen zu k√∂nnen.

6. Integratives Denken

Mitglieder des Teams m√ľssen dazu in der Lage sein, verschiedene Ideen in einen L√∂sungsvorschlag zu integrieren. Mit diesem Skill k√∂nnen sie die vielen Ideen, die im Laufe des Design Thinking Prozesses entstehen zusammenf√ľhren.

7. Neugierde und Lernfähigkeit

Analog zur Experimentierfreude sollten Teammitglieder sehr neugierig sein. Nur so können sie die richtigen Fragen zur richtigen Zeit stellen und so möglicherweise die Idee in die richtige Richtung lenken.

8. Teamfähigkeit

Last but not least. Eigentlich eine F√§higkeit, die wir f√ľr selbstverst√§ndlich erachten. Doch sollte ein Teammitglied nicht dazu in der Lage sein, sich in den Dienst des Teams zu stellen, dann wird er auf Dauer dazu beitragen, dass man das Ziel nicht erreicht.

Zusammenfassung: Das Design Thinking Team

Abschlie√üend l√§sst sich sagen, dass die Teammitglieder sowohl √ľber ein breites Wissen √ľber das jeweilige Thema als auch √ľber vertiefte individuelle Fachkenntnisse verf√ľgen sollten. Titel sollten so weit wie m√∂glich vermieden und stattdessen Rollen zugeteilt werden, z.B. ein Verkaufs- und Marketingexperte, der Kunden oder Benutzer besonders gut kennt, Designer, die auf Benutzerfreundlichkeit achten, Strategen, die die Vision im Auge behalten, und Analysten, die Verantwortung f√ľr Zahlen und Daten √ľbernehmen. Daher ist es hilfreich, verschiedene Arten von Menschen in einem Team zu vereinen: Querdenker, Idealisten, Kritiker, Vermittler, Multiplikatoren und verschiedene Arten von Experten, wie Vermarkter, Designer, Ingenieure, Strategen und Analysten. Normalerweise besteht ein Team aus 3 bis 6 Personen. F√ľr komplexe Projekte k√∂nnen mehrere Teams gebildet werden, die z.B. jeweils einer anderen Benutzergruppe zugeordnet sind.

Solltest du mehr √ľber Design Thinking erfahren m√∂chten, dann kann ich dir unser kostenloses Design Thinking Playbook ans Herz legen. Darin haben unsere Experten die gesamte Methode hervorragend zusammengefasst. Zudem m√∂chte ich dir noch unser Video zum Design Thinking Team vorstellen. Darin spricht unser Co-Gr√ľnder und Experte f√ľr Agilit√§t Fabian Kaiser √ľber die Zusammenstellung. Dabei erl√§utert er zudem, wieso sie so wichtig ist und gibt nette Beispiele dazu.

https://youtu.be/UkwuGJQlizM